Sünne lächelt in einer dunkelblauen Jacke mit verschränkten Armen vor einem unscharfen, hellen Hintergrund.

Was bewegt Menschen dazu, sich in der Deutsch-Israelischen Gesellschaft zu engagieren? Nach Dominic stellen wir in unserer Reihe „Warum ich in der DIG bin“ Sünne vor. Der 7. Oktober 2023 und der darauffolgende Antisemitismus waren für sie ausschlaggebend, Mitglied zu werden. Heute möchte sie besonders durch Bildungsarbeit etwas bewirken. Im Gespräch erzählt sie, warum ihr Erinnerungskultur, jüdisches Leben und der Austausch mit anderen Mitgliedern wichtig sind.

Was hat dich dazu gebracht, Mitglied in der DIG zu werden?

Ausschlaggebend war für mich der 7. Oktober 2023. Die erbarmungslose Gewalt der Terrorgruppe Hamas hat mich schockiert, der darauffolgende Antisemitismus erschüttert. Ich finde es schrecklich, dass Menschen weltweit Angst haben, Symbole des Judentums oder Israels offen zu zeigen und dass das Existenzrecht Israels infrage gestellt wird.

Für mich gehört das Judentum zu Deutschland. Zudem trägt Deutschland durch den Holocaust eine historische Verantwortung für die Unterstützung jüdischen Lebens. Die hochkomplexe Geschichte Israels wird mich mein Leben lang beschäftigen.

Was möchtest du mit deiner Mitgliedschaft bewirken?

Ich möchte dazu beitragen, dass Antisemitismus weder akzeptiert wird noch zur Normalität wird. Die Erinnerung an den Holocaust muss lebendig bleiben und gelebt werden. Dafür möchte ich mich besonders in der Bildungsarbeit engagieren.

Für mich ist klar, dass der Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober auch ein Angriff auf Freiheit und Demokratie war. Ich möchte nicht, dass die Angst, die Terrorgruppen verbreiten, unser aller Leben einschränkt und bedroht.

Was schätzt du am Austausch mit anderen DIG-Mitgliedern?

Im Dialog mit anderen DIG-Mitgliedern habe ich das Gefühl, immer etwas Neues dazuzulernen, eigene Ansichten zu hinterfragen und neue Kenntnisse zu erwerben. Der gegenseitige, wertschätzende Austausch hilft mir, meinen eigenen Blickwinkel zu erweitern.

Es ist so, als fügte sich jedes Mal ein weiteres Mosaiksteinchen dazu, um zu einem Gesamtbild von Israel zu kommen. Ich habe den Eindruck, dass meine offenen Fragen, Gedanken, Hoffnungen und Sorgen, zum Beispiel zu Antisemitismus, Israel und Demokratie, hier gut aufgehoben sind.

Was möchtest du jemandem sagen, der über einen Beitritt zur DIG nachdenkt?

Ich würde mich sehr freuen, wenn du dich dafür entscheidest! Jeder kann sich bei der DIG so einbringen, wie es ihm oder ihr möglich ist. Unterschiedliche Ansichten sind willkommen. Wir sind meinungs- und parteiübergreifend.

Wer sich für jüdisches Leben und Israel interessiert, kann hier viele Menschen treffen, die sich schon lange mit diesen Themen beschäftigen und persönliche Kontakte nach Israel aufgebaut haben.

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Du interessierst dich für jüdisches Leben, Israel oder den deutsch-israelischen Austausch? Lerne unsere Arbeitsgemeinschaft Kempten · Memmingen · Allgäu kennen. Wir freuen uns auf Begegnungen, Gespräche und Menschen, die sich einbringen möchten.

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